13. Rostocker Herbstrennen

Eine Woche nach dem Wettkampf in Groß Lüsewitz trafen wir beim Herbstrennen bei den Kanufreunden in Rostock auf alte Bekannte. Auch die “Wellenreiter” aus Groß Lüsewitz gehörten zum Starterfeld.

Wir freuten uns schon wieder sehr auf den wirklich “fairen” Undecided Rennmodus. Gleich im ersten Rennen über 270 Meter galt es eine harte Nuss zu knacken. Nichts anderes als der Sieg zählte im Vorlauf, denn nur der Sieger zog direkt in den Zwischenlauf ein. Wir wollten den zusätzlichen Herbstrennen_2015_000_AnzeigebildHoffnungslauf vermeiden, was jedoch eine Wunschvorstellung blieb. Als zweiter im Vorlauf zogen wir in den Hoffnungslauf ein, wo wir eine lösbare Aufgabe vorfanden. Mit einem Sieg im zweiten Rennen komplettierten wir schließlich den dritten Zwischenlauf.

Jetzt hieß es: “Alles oder Nichts”. Wir hatten es mit einem harten Brocken zu tun. Es wartete mit den Seebären der Uni der Gesamtzweite des Tages. Wir rechneten uns keine großen Chancen aus. Aber wie es oft ist, hat jedes Rennen seine eigenen Gesetze. Wir wuchsen über uns hinaus und mit unserer besten Zeit des Tages konnten wir gut mithalten. Am Ende wurden wir nur ganz knapp Dritter. Uns fehlten lediglich 0.02 Sekunden auf den Zweiten – eine Zentimeterentscheidung. Auch der Sieger war nicht weit entfernt.

Mit diesem Ergebnis verabschiedeten wir uns aus dem Renngeschehen um den Sieg. Jetzt ging es nur noch um die Platzierungen 19 bis 21. Wir “wählten” die goldene Mitte und verabschiedeten uns mit dem 20. Platz aus dem Wettkampf. Das Ergebnis spiegelt leider nicht die abgerufene Leistung wieder, was am gewählten Rennmodus liegt. Nichtsdestotrotz sind wir mit unserer Leistung hoch zufrieden. Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr um 11 Plätze verbessert und einige Favoriten ein wenig geärgert.

Dies war jedoch noch nicht das Ende des Wettkampftages. Es wartete noch das Nachtrennen über 1.200 Meter auf uns. Hier galt es den guten 12. Platz des letzten Jahres zumindest zu verteidigen. Als erster Starter des vierten Blocks griffen wir in das Renngeschehen ein. Mit dem Drittplatzierten der Kurzstrecke hatten wir einen starken Gegner im Nacken. Diesen wollten wir natürlich in Schach halten und einen Teil des Startvorsprungs von 20 Sekunden ins Ziel retten. Bei guten Wetterbedingungen lief das Boot ruhig und gleichmäßig durch das Wasser. Mit kräftigem Schlag retteten wir sieben Sekunden unseres Vorsprungs ins Ziel. Aber was bedeutete dies für die Gesamtwertung?

Wir mussten uns noch etwas gedulden. Erst nach Rennende und einer gefühlten Ewigkeit begann weit nach Mitternacht die Siegerehrung für das Langstreckenrennen. Bei 34 gestarteten Teams hofften wir auf eine Platzierung in der oberen Hälfte, besser sogar noch im oberen Drittel des Starterfelds. Nachdem wir die Ränge jenseits der 20 hinter uns gelassen hatten und uns den Top 10 näherten stieg die Spannung. Sollte es wirklich für die besten 10 gereicht haben? Dieses Jahr noch nicht. Mit dem 11. Platz ließen wir einige namhafte Teams hinter uns und verabschiedeten uns in die Winterpause.

Bilder unseres wahrscheinlich letzten Wettkampfs im Jahr 2015 findet ihr in der Galerie.