FüWa Race – Knapp am Sieg vorbei

Ein sensationelles Wochenende hatten wir in diesem Jahr beim FüWa-Race in Fürstenwalde. Auf der Kurzstrecke schrammten wir nur knapp an der Sensation vorbei, denn wir fuhren um den Gesamtsieg in der Premiumklasse. Aber wie kam es dazu?

Wie in den Jahren zuvor reisten wir am Freitag an, denn am Abend stand das Langstreckenrennen an. Im dritten Block bei stockfinsterer Nacht machten wir uns auf den Weg. Mit einer neuen Schlagreihe für die Langstrecke wollten wir den anderen zeigen, wo der Hammer hängt und das wir mithalten können. Das Boot lief ruhig über die stille Wasseroberfläche und mit einem kräftigen Schlag meisterten wir auch die zwei Wenden. Fuerstenwalde_2016_042Erschöpft aber glücklich fuhren wir über die Ziellinie. Was war herausgekommen? Da mussten wir uns erstmal ein wenig gedulden, denn das Ergebnis gab es erst am nächsten Morgen.

Der nächste Morgen kam dann auch schneller als einigen lieb war. Nach einer kurzen Nacht präparierten wir uns für die Kurzstrecke. Wir hatten den Titel in der Sportklasse zu verteidigen. Dies war das Minimalziel. Besser wäre jedoch noch die Qualifikation für die Premiumklasse. Und das Ergebnis der Langstrecke? Dies erfuhren wir beim Team-Captain-Meeting. 7. Platz von 17 Startern. Nicht schlecht – wir sind zufrieden.

So, jetzt aber zur Kurzstrecke. In den drei Vorläufen zeigten wir eine solide Leistung und rutschten als 9. und letzter Starter in die Premiumklasse. Damit hatten wir zumindest schon mal unser Minimalziel erreicht. Dass es noch viel besser kommen sollte, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Im Halbfinale hatten wir es mit starken Gegnern zu tun. Unsere lieben polnischen Konkurrenten von AMBER Szczecin verdunkelten die Sonne beim Einstieg, denn dort saßen ganz schöne Muskelpakete im Boot. Nichtsdestotrotz zeigten wir, dass wir uns nicht ohne Kampf in unser Schicksal ergeben. Wir kamen gut weg beim Start und konnten mit den anderen Booten mithalten. Auch aufgrund einer sehr guten Steuerleistung durch Martin blieben wir dran. Im Ziel angekommen, herrschte erstmal Ratlosigkeit. Nach einer gefühlten Ewigkeit stand Fuerstenwalde_2016_085das Ergebnis fest. In einer Millimeterentscheidung setzten wir uns durch. Das bedeutete das A-Finale im Premiumcup. Dies kam einer kleinen Sensation gleich. Die anderen Teams hatten uns wahrscheinlich so nicht auf der Rechnung.

Im Finallauf hieß es jetzt nochmal Arschbacken zusammenkneifen und alles herausholen was geht. Wir rechneten uns zwar nicht viel aus. Aber wie heißt es immer so schön: “Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt”. Auch dieses Rennen war sehr eng. Wir konnten mithalten und wuchsen auf der Strecke über uns hinaus. Das Ergebnis im Ziel war wieder nicht auszumachen. Und dieses Mal gab es das Ergebnis nicht so schnell. Die Katze wurde erst bei der Siegerehrung am Abend aus dem Sack gelassen.

Je näher die Siegerehrung kam, um so mehr stieg die Anspannung. Unser Team-Captain war mittlerweile das pure Nervenbündel. Auch während der Siegerehrung wurde es nicht besser, denn wir mussten sehr lange warten. Einerseits ein gutes Zeichen, aber andererseits auch nervenaufreibend. Schließlich war es soweit. Wir kamen zu den Ergebnissen des A-Finals in der Premiumklasse. Und was sollen wir sagen. Unser Name fiel nicht beim dritten Platz. Sollte es tatsächlich für die ganz große Sensation gereicht haben? Nein, nicht ganz. Wir haben mit einer hervorragenden Teamleistung den zweiten Platz erkämpft. Hätte uns vorher einer gesagt, dass wir hier um den Sieg mitkämpfen können, dem hätten wir wahrscheinlich einen V…l gezeigt.

Angespornt von den Erlebnissen am Tag, ließen wir den Abend feucht-fröhlich ausklingen. Bilder unseres Wochenendes findet ihr in der Galerie.