Indoorcup Rostock 2016

Drachenboot und Winter – passt dies zusammen? Die Antwort lautet natürlich: “Ja”. Bei eisigen Temperaturen, glatten Straßen und einer geschlossenen Schneedecke haben wir uns ins Warme verzogen. Auch die Konkurrenz durfte dabei nicht fehlen.

Am 9. Januar 2016 war es wieder soweit. Der 10. Indoorcup in der Rostocker “Neptun”-Schwimmhalle stand an. Bei angenehmen 28 Grad Lufttemperatur wollten wir wieder für etwas Wellengang im 25-Meter-Becken sorgen und uns mit anderen Teams messen. Wir griffen im achten Vorlauf der Mixed-Klasse ins Geschehen ein. Und was sollen wir sagen – nach 25 Sekunden war der Drops gelutscht und wir hatten unsere erste Niederlage kassiert. Besser lief es im zweiten Vorlauf. Ohne große Ambitionen stiegen wir ins Boot, denn auf dem Papier war die Sache eindeutig. Wir philosophierten vor dem Start, ob es nicht besser wäre, die Paddel nach dem Start sofort aus dem Wasser zu nehmen und uns in unser Schicksal zu fügen. Gut, dass dies nur ein Spaß war, denn im wahren Leben kommt es manchmal anders, als man und die Konkurrenz denkt. Nach knapp 1 Minute und 18 Sekunden hatten wir unseren Gegner völlig unerwartet in die Knie gezwungen. Dies bedeutet gleichzeitig den direkte Einzug ins Viertelfinale des Neptun-Cups. So konnten wir Kraft sparen und den Zwischenlauf vermeiden.

Die eingesparte Kraft war im Viertelfinale auch wirklich erforderlich. Der zweite Vorlauf mit über einer Minute Rennzeit war schon an der Grenze. Aber es gibt immer noch eine Steigerung. Auch dieser Gegner sollte uns eigentlich überlegen sein. Aber wir ergaben uns nicht. Mit aller Kraft verlangten wir der Konkurrenz alles ab. Zwischenzeitlich hatten wir das Boot sogar ein Stück in die gegnerische Hälfte manövriert. Sollte uns wieder eine Überraschung gelingen? Leider nein. Nach fast 2 Minuten ging uns doch die Puste und Kraft aus und wir mussten uns mit der Niederlage abfinden. Allerdings konnten wir das halb voll Wasser gelaufene Boot mit erhobenem Haupt verlassen. Mal sehen wie es im nächsten Jahr läuft.

Wir bedanken uns auch bei unseren Gastpaddlerinnen und -paddlern für die tatkräftige Unterstützung. Ohne sie wäre die Leistung nicht möglich gewesen.

Ein Video von unseren Rennen findet ihr in der Galerie.